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Wie ist eine Bilanz aufgebaut?
Eine Bilanz besteht aus Aktiven und Passiven. Die Aktivseite gibt Auskunft über die Mittelverwendung, die Passivseite über die Mittelherkunft.
Gliederung der Aktiven
Die Aktiven sind nach dem Prinzip der Liquidität gegliedert und werden in zwei Hauptgruppen aufgeteilt.
Umlaufvermögen
Das Umlaufvermögen besteht aus Vermögensteilen, die sich durch die betriebliche Leistungserstellung laufend verändern.
Das Umlaufvermögen wird unterteilt in flüssige Mittel (Kasse, Kontokorrent bei Post und Bank), Forderungen und evtl. Vorräte (Rohmaterial, Halb- und Fertigfabrikate, Handelswaren).
Anlagevermögen
Das Anlagevermögen besteht aus denjenigen Gütern, die der Unternehmung zur dauernden oder mehrmaligen Nutzung dienen. Ohne Anlagegüter ist die Erstellung der betrieblichen Leistung gar nicht möglich. Das Anlagevermögen wird unterteilt in materielles (Grundstücke, Mobilien, Immobilien), immaterielles (Patente, Lizenzen, etc) und finanzielles (Wertschriften) Anlagevermögen.
Gliederung der Passiven
Die Passiven werden nach dem Prinzip der Fälligkeit geordnet und ebenfalls in zwei Hauptgruppen unterteilt.
Fremdkapital
Das Fremdkapital zeigt die Schulden des Unternehmens gegenüber Dritten. Für die Analyse der finanzellen Lage einer Unternehmung ist die Fälligkeit der Schulden wichtig, weshalb zwischen kurzfristigem und langfristigem Fremdkapital unterschieden wird.
Eigenkapital
Das Eigenkapital besteht aus dem Grundkapital und den Reserven. Das Grundkapital besteht aus den Einlagen der Teilhaber oder des Inhabers. Die Reserven umfassen die zur Selbstfinanzierung und zum Schutz der Gläubiger zurückbehaltenen Gewinne.
Liquidität
Die Liquidität eines Unternehmens ist Grundvoraussetzung für die Aufrechterhaltung des Betriebes. Damit Schulden bezahlt werden können, müssen die nötigen flüssigen Mittel zur Verfügung stehen. Mit Hilfe der Bilanz können wir 3 Liquiditätsstufen ermitteln.
Beim Liquiditätsgrad 1. Stufe werden die flüssigen Mittel in Bezug zum kurzfristigen Fremdkapital gebracht.
Man rechnet: flüssige Mittel x 100 : kurzfristiges Fremdkapital.
Der Liquiditätsgrad 1. Stufe beträgt normalerweise 15–30%.
Eine Liquidität auf mittlere Sicht bekommen wir, wenn wir ausser den flüssigen Mitteln auch noch die kurzfristigen Forderungen berücksichtigen.
Man rechnet: (flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen) x 100 : kurzfristiges Fremdkapital = Liquiditätsgrad 2. Stufe. Der Liquiditätsgrad 2. Stufe sollte über 100 % betragen.
Der Liquiditätsgrad 3. Stufe zeigt die Liquidität auf lange Sicht. Dabei wird das Umlaufsvermögen in Bezug zum kurzfristigen Fremdkapital gebracht.
Man rechnet: Umlaufsvermögen x 100 : kurzfristiges Fremdkapital. Der Liquiditätsgrad 3. Stufe sollte 150–200% betragen.
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