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Der LCD-Bildschirm

Ein Flüssigkristallbildschirm (englisch liquid crystal display , kurz LCD) ist ein Bildschirm, bei dem spezielle Flüssigkristalle zur Bilddarstellung genutzt werden., die die Polarisationsrichtung von Licht beeinflussen.

Schon im Jahre 1911 beschreibt Charles Mauguin die Struktur und die Eigenschaften von Flüssigkristallen. Das erste funktionierende LCD wurde im Jahre 1968 in den USA entwickelt.

In einfachen Digitaluhren und Taschenrechnern werden LCDs schon länger verwendet. Bereiche also, die wenig Platz und Strom kosten sollen. Verbreitung fanden sie über weitere tragbare Geräte wie etwa Mobiltelefone, Notebooks u.ä.

In Zukunft werden die LC-Displays auch nach und nach die Kathodenstrahlröhre in deren Stammgebieten, wie den PC-Monitoren und Fernseher, verdrängen. Für PCs wurden 2003 bereits mehr LCDs als herkömmliche Röhrenmonitore verkauft.

 

Flüssigkristalle sind organische Verbindungen, die sowohl Eigenschaften von Flüssigkeiten als auch Eigenschaften von Festkörpern aufweisen.

Die Innenseiten zweier Glasplatten sind mit einer transparenten Elektrodenschicht überzogen, dazwischen befindet sich die Flüssigkristallzelle mit einer der Grundfarben Rot, Grün oder Blau. Drei dieser Flüssigkristallzellen bilden einen Pixel. Die Flüssigkristallzellen sind in der Regel einheitlich in einer Richtung angeordnet. Der Hintergrund wird von einer Lichtquelle (Fluoreszenzschicht mit fixem Farbspektrum erhellt (vgl. Bild 1). Die einzelnen Zellen ändern ihre Lichtdurchlässigkeit, d.h sie verdrehen sich um 90°, sobald eine elektrische Spannung angelegt wird. Somit erkennen wir helle Punkte auf dem Bildschirm. Je nachdem, ob eine elektrische Spannung angelegt wird oder nicht, werden helle und dunkte Punkte erzeugt.

Ein 17“-Monitor hat normalerweise eine Auflösung von 1400x1050 Pixel. Bei einem TFT-Monitor werden pro Pixel drei Flüssigkristallzellen verwendet, das sind insgesamt 4'410'000 Zellen.

Vor- und Nachteile

Die Vorteile der LCDs sind: geringer Stromverbrauch, Strahlungsfreiheit , absolut flimmerfreies, verzerrungsfreies, scharfes Bild, geringes Gewicht sowie geringe Einbautiefe. Beliebt sind die Geräte auch bei Personen, die „Elektrosmog“ minimieren möchten, da Flüssigkristallbildschirme im Gegensatz zu Kathodenstrahlmonitoren praktisch emmissionsfrei sind.

Große Nachteile waren lange Zeit (bis zur Entwicklung des TFT) ein schwacher Kontrast, träge Bildwechsel und ungenaue Farbwiedergabe. Ein weiteres Problem war der geringe Betrachtungswinkel. Diese Probleme sind jedoch in der Zwischenzeit behoben.

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