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Die Anlaufstelle für Medien

Als politisch bedeutende Institution fühlt sich der Gewerbeverband Basel-Stadt dazu verpflicht, für die Wirtschaftsregion Basel relevante Entscheide und Äusserungen öffentlich zu analysieren. Je nach Sachlage bieten sich ver-schiedene Formen der Kommunikation an: In der Regel sind Medienmit-teilungen sehr dienlich – immer in dem Thema angemessener Länge und mit Angabe der Kontaktpersonen für weitere Auskünfte oder Interviews. Bei grösseren Geschehnissen und insbesondere zur Lancierung und Präsen-tation eigener Projekte sind auch grössere Medienkonferenzen sinnvoll. Koordiniert werden all diese Aktivitäten der Öffentlichkeitsarbeit im Gewerbe-verband Basel-Stadt von dessen Medienstelle. Verantwortlich für den Inhalt der Botschaften sind die Geschäftsleitung und die Abteilung «Politik / Öffentlich-keitsarbeit». Selbstverständlich wird auch der Verbandsvorstand stets über alle Publikationen informiert und meist auch vorgängig zur Stellungnahme miteinbezogen.

Das nachfolgende Beispiel soll zeigen, wie eine Reaktion des Gewerbever-bandes Basel-Stadt – hier in Form einer Medienmitteilung – ausfallen kann. Dieses Statement wurde Mitte März publiziert. Es kommentierte eine Äus-serung aus einem Zeitungsartikel und wurde von vielen regionalen Medien ausführlich berücksichtigt.  

Alkoholverbot an der EURO 08: Inakzeptable Schnaps-Idee!  

Der Gewerbeverband Basel-Stadt nimmt den Vorschlag eines «Euro-Sicherheitsexperten» betreffend Alkoholverbot während der Fussball-EM 2008 mit grossem Befremden zur Kenntnis. Es kann nicht angehen, dass dem Detailhandel und der Gastronomie in einer ganzen Region derart heftige Vorschriften auferlegt werden, welche das Problem eines übermässigen Alkoholkonsums nicht lösen.  

Christoph Vögeli, Mitglied im Euro-2008-Sicherheitsstab des Bundes, äusserte gegenüber der SonntagsZeitung vom 19. März 2006 den Vorschlag, «bei Spielen mit gewaltbereiten Fans den Ausschank und den Verkauf von Alkohol in den Städten für eine bestimmte Zeit ganz zu verbieten». Abgesehen davon, dass «Spiele mit gewaltbereiten Fans» schwer definierbar sind, kann ein flächendeckendes Verbot keine Lösung sein. Oder wieso soll einem Gast im Quartierlokal oder bei einer Live-Übertragung irgendwo in Basel plötzlich das Biertrinken verboten werden? Ausserdem wäre der Vollzug eines Verbots sehr fragwürdig: Alkoholische Getränke würden dann halt von zu Hause oder aus dem Nachbarland mitgebracht.  

Peter Malama, Direktor des Gewerbeverbandes Basel-Stadt betont: «Das Alkoholproblem während der Fussball-EM muss ernst genommen werden.» Allerdings setzt der Gewerbeverband Basel-Stadt auf vernünftige Gespräche zwischen den Behörden, den Veranstaltern und dem Gewerbe – und nicht auf wirtschaftsfeindliche Verbote. Natürlich müssen Wirte ihre gesetzliche Verantwortung wahrnehmen, Alkohol mit dem nötigen Menschenverstand ausschenken und auf aggressive Alkohol-Bewerbung verzichten. Die Idee, zusätzlich zum bestehenden Sortiment ein leichtes «Euro-Bier» einzuführen, wäre prüfenswert – doch nur unter der Voraussetzung, dass auch die lokalen Bierbrauer weiterhin ihre Produkte anbieten dürften. Ein flächendeckendes Alkoholverbot lehnt der Gewerbeverband Basel-Stadt auf jeden Fall ab.

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