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Wohnungsbrände: Tendenz zunehmend
– was können Sie dagegen tun?

Die Gebäudeversicherung des Kantons Basel-Stadt registriert einen zahlenmässigen Anstieg der Wohnungsbrände. Dies im Gegensatz zur Zahl der Brände in Bauten mit gewerblicher oder industrieller Nutzung.

Die Brandverhütung im Haushalt kann nur positiv beeinflusst werden, wenn sich die Hausbewohner der vorhandenen Risiken bewusst sind. Nachstehend einige Tipps zu ihrer Sicherheit und zur Sicherheit Ihrer Mitbewohner/Innen.

Alarmierung

Der Grundsatz für das Verhalten im Brandfall:

Immer zu erst die Feuerwehr alarmieren – Telefon 118
Sich und weitere Personen in Sicherheit bringen
Brandausbreitung stoppen – alle Türen und Fenster schliessen
Feuerwehr einweisen
Anweisungen der Einsatzleitung befolgen

Elektrische Installationen

Isolationsschäden an unter elektrischer Spannung stehenden Leitungen und Geräten zählen zu den häufigsten Brandursachen überhaupt. Erkannte Schäden an elektrischen Installationen sollten daher unverzüglich durch einen Fachmann repariert werden.

Fernseher

Immer wieder rückt die Feuerwehr zu Bränden aus, als deren Ursache ein TV-Gerät ermittelt wird. Oftmals werden diese Brände bei Geräten im Standby-Modus verursacht bei welchem ein Teil der Elektronik unter Strom bleibt. Aufgrund der Wärmeentwicklung können sich Staubpartikel entzünden und so einen Brand mit massiver Rauchentwicklung verursachen. Deshalb inskünftig immer auch den Standby-Modus ausschalten vor dem zu Bett gehen und vor den Ferien am besten das Gerät ganz von der Stromzufuhr abtrennen bzw. den Netzstecker aus der Steckdose herausziehen. Dass dabei aufs Jahr gerechnet auch noch Strom gespart werden kann, ist ein angenehmer Nebeneffekt!

Kochherd und Backofen

Auf unbeabsichtigt eingeschaltenen Kochplatten liegengelassene Zeitungen etc. verursachen immer wieder Küchenbrände. Gewöhnen sie sich deshalb daran, dass der Herd zum Kochen da ist und nicht als Ablagefläche missbraucht werden sollte.

Bei Kleinkindern in der Familie empfiehlt sich die Installation eines Kinderherdschutzes.

Selbstverständlich ist auch bei anderen Brandrisiken wie Kerzen, offene Kaminfeuer, Rauchwaren, Bügeleisen etc. Vorsicht geboten. Der Respekt vor dem Feuer und das Erkennen der Gefahren sind der beste Beitrag zur Verhütung von Bränden. Wenn dann in mehrstöckigen Gebäuden auch noch das Treppenhaus, der Vorplatz, die Korridore u.ä. nicht als Lagerplatz von brennbaren Materialien missbraucht wird, steht der Sanität und Feuerwehr in Notfallsituationen einer zügigen und erfolgreichen Rettung wortwörtlich nichts mehr im Wege!

Sibylle Schatzmann

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