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Familienfreundliche Wirtschaftsregion Basel

KMU in der Pionierrolle

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist zur Zeit in aller Munde. In den Medien ist dabei oftmals nur von grossen Unternehmen die Rede. Es sind aber auch kleine und mittlere Betriebe, die im Bereich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine Pionierrolle einnehmen.

Dies steht im Widerspruch zur gängigen Einschätzung, dass familienunterstützende Massnahmen vor allem kosten. Tatsächlich können viele Massnahmen auch ohne grossen finanziellen Aufwand umgesetzt werden. Kleine oder mittlere Betriebe benötigen zudem nicht die gleiche Vielfalt und Komplexität an Instrumenten wie grosse Betriebe. Sie können flexibel und unbürokratisch individuelle Wege gehen und die Bedingungen auch auf die Situation der einzelnen Mitarbeitenden abstimmen.

Dass es gelingt, schwierige Bedingungen als Herausforderungen zu meistern, zeigen die vielen Massnahmen, die KMU aus dem Dienstleistungs- und Industriesektor schon unternommen haben. Das können flexiblere Arbeitszeiten (z.B. Gleitzeit), Teilzeitarbeitsmöglichkeiten, Kurzschichten, familienbezogene Urlaube, angepasste Arbeitsorganisation (z.B. Selbstabsprachen im Team, Sicherstellung von Stellvertretungen) oder Unterstützung bei der Kinder- oder Angehörigenpflege (z.B. Vermittlung von Angeboten) sein.

«Familienfreundlichkeit lohnt sich!»

Der Gewerbeverband Basel-Stadt als Interessensvertreter der Basler KMU gehört dem Ende 2006 gegründeten «Round Table Familienfreundliche Wirtschaftsregion Basel» an. Dieser Runde Tisch hat sich zum Ziel gesetzt, Basel als familienfreundliche Wirtschaftsregion zu positionieren. Philipp Spichty, Vizedirektor und Leiter Dienstleistung im Gewerbeverband Basel-Stadt, erklärt, weshalb sich der Gewerbeverband Basel-Stadt für familienfreundliche Betriebe einsetzt und was er konkret dafür unternimmt.

Philipp Spichty, weshalb engagiert sich der Gewerbeverband Basel-Stadtüberhaupt in dieser Sache?

Eine Kosten-Nutzen-Analyse in der Wirtschaftsregion Basel aus dem Jahre
2005 hat ergeben, dass sich eine familienfreundliche Unternehmenspolitik für die Unternehmen nicht zuletzt auch finanziell auszahlt. Allerdings waren nur Grossunternehmen an dieser Studie beteiligt. Wenn es nun an die Umsetzung geht, möchte der Gewerbeverband Basel-Stadt seine Leaderrolle als Partner für die Basler KMU wahrnehmen und helfen, in möglichst vielen Betrieben eine familienfreundliche Unternehmenspolitik umzusetzen. Diese ermöglicht den Betrieben weniger Fehlzeiten und Personalwechsel und damit sinkende Kosten für die Personalsuche und die Einarbeitung. Neben einem Image-Gewinn und damit einer erhöhten Attraktivität im Wettbewerb um Fachkräfte, stärkt eine familienorientierte Personalpolitik auch die Motivation und die Loyalität der Mitarbeitenden.

Welche Massnahmen unternimmt der Gewerbeverband Basel-Stadt zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

Familiengerechte Arbeitsbedingungen tragen zur Förderung des Wirtschaftswachstums und zur Stärkung Basels als bedeutendem Wirtschaftsstandort bei. Zudem leistet die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einen wichtigen Beitrag zum guten Funktionieren des Arbeitsmarktes und zur besseren Ausschöpfung des vorhandenen Humankapitals. Wir werden am 26. September 2007 an einer Veranstaltung die Betriebe über Massnahmen und Modelle zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf informieren. Darüber hinaus werden wir über die uns angeschlossenen Berufsverbände die Unternehmen für familiengerechte Arbeitsbedingungen sensibilisieren.

Was bietet der Gewerbeverband Basel-Stadt seinen Mitarbeitenden?

Wir bieten unseren Angestellten verschiedene Zusatzleistungen. So arbeiten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Gleit- und Blockzeiten, Teilzeitpensen oder Jahresarbeitszeiten. Für Mitarbeitende mit Kindern bieten wir neben den üblichen Kinderzulagen zusätzlich noch eine grosszügige Familienzulage. Wir überlassen unseren Mitarbeitenden auch eine grosse Selbstständigkeit bei der Arbeitseinteilung – kurzfristige Freitage sind möglich – und der Arbeitsausführung.

Faltblatt Round Table Familienfreundliche Wirtschaftsregion
Medienmitteilung vom 8. November 2006

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